Wie entstand der Begriff "Barcamp" - und wie nicht?

Aus dem Foo Camp wird das BarCamp

Die Entstehung des Begriffs Barcamp ist natürlich eng mit der Geschichte der Barcamps verknüpft:

Vor den ersten Barcamps gab es die Veranstaltungen "Foo Camp". Dies war eine Veranstaltung des amerikanischen Verlegers Tim O'Reilly. Dieser hatte seine „Friends of O’Reilly“ (abgekürzt „foo“) hierfür eingeladen. Für die Zusammenkunft ergab sich der Name Foo Camp , bestehend aus der Teilnehmerschaft und Camp für eine Zusammenkunft. Eine Teilnahme am Foo Camp war ausschließlich auf Einladung möglich.

Eine Gruppe ehemaliger Teilnehmer fanden das Format gut, störten sich allerdings an der Exklusivität. Hieraus entstand die Idee, eine eigene Veranstaltung durchzuführen, an der alle teilnehmen durften.

Bei der Suche nach einem Namen, war das Wortpaar "foo" und "bar" für sie naheliegend. Diese Begriffe stehen in der Informatik für allgemeine Platzhalter in Beispielen für Programmiersprachen. Anders gesagt sind es  typische Variablennamen in Beispielen von Programmcode. Sie werden übrigens  metasyntaktische Variablen genannt.

Als Wortspiel auf den ursprünglichen Namen "Foo Camp" entstand hieraus der Begriff für das beliebte Format Barcamp.

Was die Groß- und Kleinschreibung angeht, nutze ich die Version "Barcamp". Ich verwende Barcamp wie jedes andere Substantiv in der deutschen Sprache.

Eine falsche Begriffs-Erklärung

Wieso ich hier noch eine andere und falsche Erklärung präsentiere? Sie stimmt zwar nicht, passt aber gut zum Einsatz von Barcamps in Unternehmen.

Diese falsche Geschichte lautet wie folgt: Es war eine Gruppe von Programmierern. Jedesmal wenn sie auf ein Thema stießen, das sie mit allen Kollegen besprechen wollten, machten sie einen Strich auf eine Liste. Waren genug Stiche zusammen, wurde ein Barcamp abgehalten um alle Themen zu besprechen. Übersetzt heißt das "die Zusammenkunft, bei der über alle Striche (englisch "bar") gesprochen wurde".

Auch wenn der Begriff Barcamp wie oben beschrieben entstanden ist, ist das eine schöne Idee. Mit dieser Methode könnte man den Zeitpunkt für ein Barcamp in einem Unternehmen festlegen. Praktischer ist jedoch eine regelmäßige Wiederholung. In der Praxis hat sich in vielen Unternehmen ein bis vier Barcamps pro Jahr bewährt.